Musikschule Unterer Neckar ©2026

Golf, Musik und Wein: Wenn Sport, Kultur und Menschlichkeit zu einem grossen Erlebnis werden


Der Golfclub Bad Rappenau und die Musikschule Unterer Neckar schaffen an zwei Sommertagen eine außergewöhnliche Verbindung aus Turniersport, Jugendförderung, Musik, Wein und gesellschaftlicher Verantwortung

Es gibt Veranstaltungen, die gelingen. Und es gibt Ereignisse, die über den Augenblick hinauswirken. „Golf, Musik und Wein“ im Golfclub Bad Rappenau war ein solches Ereignis. Zwei Sommertage lang wurde der Golfplatz in Bad Rappenau-Zimmerhof zu einem Ort, an dem sportliche Eleganz, musikalische Schönheit, kulinarischer Genuss und gelebte Menschlichkeit in einer seltenen Harmonie zusammenfanden.

Was auf dem Papier wie die Begegnung zweier sehr unterschiedlicher Welten klingt, entfaltete sich an diesem Wochenende als eine außergewöhnliche Symbiose: hier der Golfsport mit seiner Kultur der Konzentration, Fairness, Haltung und Präzision; dort die Musik mit ihrer Kraft, Herzen zu öffnen, Menschen zu verbinden und junge Talente sichtbar werden zu lassen. Dazwischen Wein, Begegnung, Gespräch, Gastfreundschaft – und der große Gedanke, Kindern und Jugendlichen über die Musik Türen zu öffnen.

Seit rund 15 Jahren verbindet den Golfclub Bad Rappenau und die Musikschule Unterer Neckar eine Partnerschaft, die weit über organisatorische Zusammenarbeit hinausgeht. Sie ist gewachsen aus Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung und der Überzeugung, dass Sport und Kultur gemeinsam eine gesellschaftliche Kraft entfalten können, die jede einzelne Disziplin für sich allein kaum erreichen würde.

Oberbürgermeister Sebastian Frei, Schirmherr der Veranstaltung, brachte dies am Samstagmorgen in seiner Ansprache mit besonderer Klarheit zum Ausdruck. Diese Verbindung aus Golf und Musik sei eine großartige Symbiose – wenn es sie noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Marco Rogalski habe sie erfunden. Sport werde mit Kultur vereint, die Jugend der Musik finde zur Jugend des Sports, und daraus entstehe etwas, das weit über ein Turnier, ein Konzert oder ein gesellschaftliches Ereignis hinausreiche.

Bereits der Freitag zeigte, dass dieses Wochenende nicht nur exklusiv, sondern zugleich bewusst offen gedacht war. Mit der erstmals ausgetragenen Family Challenge öffnete der Golfclub seine Anlage weit in die Region hinein. Kinder, Jugendliche, Familien und interessierte Erwachsene waren eingeladen, den Golfsport unverbindlich kennenzulernen. Rund 50 Gäste folgten dieser Einladung und wurden von Clubmanagerin Melanie Appel auf dem Putting-Grün begrüßt.

Dort, auf den Übungsflächen und an den Abschlägen, war zu erleben, was Golf im besten Sinne sein kann: ein Sport der Ruhe, der Konzentration, der Bewegung in der Natur – und zugleich ein Sport für Generationen. Es wurde ausprobiert, gelacht, erklärt und gestaunt. Wer Golf bisher mit Distanz oder Schwellenangst betrachtete, konnte an diesem Nachmittag erleben, wie offen, familienfreundlich und herzlich dieser Sport vermittelt werden kann. Besonders die vielen jungen Gesichter zeigten, dass der Golfclub Bad Rappenau ein klares Zeichen setzt: Golf ist nicht nur Tradition, sondern auch Zukunft.

Dazu passte der Hinweis auf die attraktiven Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Schülerinnen, Schüler und Studierende, zu einem sehr geringen Monatsbeitrag Teil des Clubs zu werden, den Platz zu nutzen und Unterricht zu erhalten. Gerade in einer Zeit, in der junge Menschen Orientierung, Gemeinschaft und sinnvolle Freizeitangebote brauchen, ist dies ein starkes Signal.

Am frühen Abend gehörte die Driving Range dann den langen Schlägen. Die Longest-Drive-Challenge verband sportlichen Ehrgeiz mit charmanter Unterhaltung. Gesucht wurde der weiteste Drive – und neben beeindruckenden Weiten gab es auch jenen heiteren Moment, wenn ein Ball nicht ganz den gewünschten Weg nahm und mit einem freundlichen Schmunzeln in Richtung Büsche verschwand. Moritz Welker, dualer Sportstudent im Club, gestaltete dieses Format mit großem Engagement; Jens Kaufmann kommentierte mit Humor, Sachverstand und der richtigen Portion Leichtigkeit.

Auch hier zeigte sich die Liebe zum Detail. Ab 180 Metern Carry wartete ein Weizenbier beziehungsweise für Jugendliche ein Softgetränk, gestiftet von Martin Kübler vom Restaurant Neunzehn. Ab 210 Metern gab es eine dreiteilige Weinprobe mit Glas von der Musikschule, ab 230 Metern ein besonderes Geschenk des Golfclubs. In verschiedenen Altersklassen wurden zahlreiche Preise des Clubs, der Musikschule und der Sponsoren vergeben. So wurde aus einem sportlichen Wettbewerb ein gesellschaftliches Vergnügen mit Stil.

Als die Sonne über dem Platz tiefer sank, verwandelte sich die Driving Range in eine sommerliche Partylocation. Die Band POLAROiD brachte gemeinsam mit Piano Man Freddy die großen Hymnen der Achtzigerjahre auf die Bühne. Handgemachter Sound, mehrstimmiger Gesang, Wine-Tasting, Catering, Lichtilluminationen und die Weite des Golfplatzes schufen eine Atmosphäre, die bis Mitternacht getragen war von Lebensfreude, Begegnung und jener Unbeschwertheit, die gute Sommerabende unvergesslich macht.

Der Freitag war damit weit mehr als ein Auftakt. Er war eine Einladung: an Familien, an Golfer, an Musikfreunde, an Menschen aus der Region. Eine Einladung, den Golfplatz nicht nur als Sportstätte zu erleben, sondern als Ort der Begegnung.

Der Samstag begann ab 8.30 Uhr im Clubheim und Restaurant Neunzehn mit einem musikalischen Empfang. Die eingeladenen Golferinnen und Golfer – zugleich Sponsoren, Förderer und Unterstützer des Charity-Gedankens – wurden von einer fröhlich singenden Singklasse der Grundschule Heinsheim begrüßt. Dieses Kooperationsprojekt der Musikschule Unterer Neckar mit der Grundschule in Bad Rappenau machte bereits am Morgen sichtbar, worum es im Kern dieses Wochenendes geht: um Kinder, um Bildung, um Teilhabe, um Zukunft.

Unter dem Motto „Jedem Kind ein Instrument“ möchte die Musikschule Unterer Neckar in ihren sieben Trägergemeinden Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Gundelsheim, Offenau, Siegelsbach und Erlenbach Singklassen, Bläserklassen und Streicherklassen weiterentwickeln. Die Erlöse der Charity helfen dabei, Instrumente anzuschaffen und Kindern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Damit wird musikalische Bildung ermöglicht – unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zugleich wird das musikalische Vereinsleben in der Region gestärkt, denn jedes Kind, das Musik erlebt, kann später Teil einer Kapelle, eines Orchesters, eines Chores oder einer kulturellen Gemeinschaft werden.

Clubpräsident Jürgen Zinikus würdigte die langjährige Verbindung zwischen Golfclub und Musikschule und hob hervor, mit welcher Sorgfalt und Liebe dieses Turnier vorbereitet wurde. Diese Liebe zeigte sich tatsächlich in jedem Detail: besondere Weingläser, Glücksbälle, süße Grüße, liebevoll gestaltete Baganhänger und Flights, die nach Musikinstrumenten benannt waren. Nichts wirkte zufällig, alles trug den Geist dieses Wochenendes.

Gespielt wurde ein Chapman-Vierer – ein Format, das in besonderer Weise Teamgeist, Strategie, Präzision und Spielfreude verbindet. Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Kanonenstart, musikalisch eröffnet durch Alphornbläser. 82 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen auf die Runde. Doch wer an diesem Tag abschlug, spielte nicht einfach nur ein Turnier. Er wurde Teil eines Erlebnisses.

Auf den Bahnen begegneten die Golferinnen und Golfer immer wieder Musikschülerinnen und Musikschülern, kleinen Ensembles, musikalischen Überraschungen, Mitmachaktionen und Green-Wine-Stationen. Insgesamt waren über den Tag verteilt rund 200 junge Musikerinnen und Musiker auf dem Golfplatz präsent. An nahezu jeder Bahn wartete entweder ein musikalischer Moment oder eine Degustation des Premiumsponsors Genossenschaftskellerei Heilbronn mit Weinen aus Heilbronn und Erlenbach.

Gerade diese Verbindung machte den besonderen Rang des Turniers aus. Der sportliche Wettbewerb blieb anspruchsvoll und würdig. Die Konzentration vor dem Schlag, die Freude über ein gelungenes Spiel, der partnerschaftliche Umgang im Flight, der Blick über die gepflegten Fairways – all das war präsent. Doch darüber legte sich eine zweite Ebene: Applaus für junge Musikerinnen und Musiker, ein Glas Wein im Grünen, Gespräche zwischen Menschen, die einander sonst vielleicht nie begegnet wären, und immer wieder dieses Gefühl, Teil von etwas Bedeutendem zu sein.

Nach der Runde empfing Salt-City-Brass unter der Leitung von Johann Wolpold die zurückkehrenden Spielerinnen und Spieler mit Blasmusik voller Energie und Spielfreude. Bei einem kühlen Bier, gestiftet von Martin Kübler und dem Restaurant Neunzehn, wurde aus dem sportlichen Teil ein geselliger Übergang in den Charity-Evening. Der erste Vorsitzende der Musikschule Unterer Neckar, Bürgermeister Timo Frey, eröffnete den Abend mit einer Tischrede.

Es folgte ein italienisches Menü mit Weinbegleitung: Antipasti, Piccata vom Kalbsrücken auf tomatisierten Tagliatelle und Tiramisu, begleitet von ausgewählten Weinen. Zwischen den Gängen führten Clubmanagerin Melanie Appel, Martina Kachel, Moritz Welker und Musikschulleiter Marco Rogalski mit Charme und Kurzweil durch die Preisvergabe. Die wertvollen Preise der Sponsoren sorgten für viele freudige und überraschte Gesichter – und auch hier war spürbar: Dieses Turnier lebt von Großzügigkeit, von Verbundenheit und von Menschen, die bereit sind, über sich hinaus zu denken.

Doch der Höhepunkt des Wochenendes stand noch bevor.

Am Abend wurde die Driving Range zur großen Open-Air-Konzertarena. Die Bühne war weiß verhüllt, das Driving-Feld wurde zum Sitz- und Liegeplatz für über 1.000 Besucherinnen und Besucher. Lichtobjekte, farbige Illuminationen, die Weite des Golfplatzes und der Sommerhimmel schufen eine Kulisse von fast poetischer Kraft. Schon vor dem ersten Ton lag eine besondere Erwartung über dem Platz.

Nach der jungen Vorband Apple-Xplotion, die Rockmusik vom Feinsten präsentierte, nahm das rund 80-köpfige Sinfonieorchester der Musikschule Unterer Neckar Platz, gemeinsam mit einem etwa 30-köpfigen Kinderchor und einem Projektchor mit über 30 Sängerinnen und Sängern. Unter der Leitung von Marco Rogalski sowie der Chorleitung von Simone Egolf und Doreen Ziegler entstand ein Crossover-Konzert von großer emotionaler Spannweite.

Den musikalischen Auftakt bildete Ralph Vaughan Williams’ „Seventeen Come Sunday“ aus der „English Folk Song Suite“ – ein kraftvoller, festlicher Beginn, der die besondere Atmosphäre dieses Sommerabends sofort spürbar machte. Von dort aus spannte sich der Bogen über Bizet, Secret Garden und die berührende Musik aus „Les Choristes“ bis hin zu „Il Postino“, „Somewhere Over The Rainbow“, „A Million Dreams“, „La La Land“, „When You Believe“, Dvo?áks „Aus der neuen Welt“, „This Is Me“ und schließlich Freddie Mercurys und Mike Morans „Guide Me Home/How Can I Go On“ sowie „Barcelona“.

Besonders berührend waren die Leistungen der jungen Solistinnen und Solisten. Antonia Pyttel, Elisaveta Litzenberg, Elisa Denjakin, Fiona Gabriela Wotsch, Julia Rothweiler, Elisabeth Hamberger, Laura Nicola, Greta Rothweiler sowie Chantal Noller, Tamara und Frederik Rogalski gestalteten ihre Beiträge mit großer musikalischer Präsenz und spürbarem Herzblut. Es waren Momente, in denen man nicht nur Talent hörte, sondern Persönlichkeit. Nicht nur Stimme, sondern Seele. Nicht nur musikalische Ausbildung, sondern Vertrauen, Mut und Hingabe.

Gerade darin lag die tiefere Botschaft dieses Abends. Junge Menschen brauchen Bühnen. Sie brauchen Menschen, die an sie glauben. Sie brauchen Räume, in denen sie wachsen dürfen. Und sie brauchen Gemeinschaften, die bereit sind, Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern zu ermöglichen.

Das Finale wurde zum Sinnbild des ganzen Wochenendes. Zu „Barcelona“, gesungen von Tamara Rogalski und Frederik Rogalski, verdichtete sich die Energie des Abends noch einmal zu großer Geste und großer Emotion. Danach stieg zu Verdis „Va, pensiero“ ein Feuerwerk über der Driving Range und dem See in den Nachthimmel. Musik, Licht, Feuer und Menschen verschmolzen zu einem Bild, das vielen im Herzen bleiben wird.

Am Ende stand mehr als ein erfolgreiches Golfturnier. Mehr als ein Konzert. Mehr als ein festlicher Sommerabend. „Golf, Musik und Wein“ zeigte, wie gesellschaftliche Kultur im besten Sinne entstehen kann: durch Sport, durch Musik, durch Genuss, durch Jugendförderung, durch Ehrenamt, durch Sponsoren, durch Freundschaft – und durch Menschen, die nicht fragen, was ihnen ein Engagement bringt, sondern was sie damit ermöglichen können.

Vielleicht liegt genau darin die Würde dieses Ereignisses. Es war exklusiv in seiner Qualität, aber offen in seinem Herzen. Es war sportlich anspruchsvoll, aber menschlich nah. Es war festlich, aber nie abgehoben. Es verband die Eleganz des Golfsports mit der Wärme der Musik und der Großzügigkeit einer Region, die verstanden hat, dass Zukunft dort beginnt, wo Kinder eine Chance bekommen.

So wurde der Golfclub Bad Rappenau an diesen beiden Tagen zu einem Ort, an dem Fairways zu Bühnen wurden, Greens zu Begegnungsräumen, Musik zu einer Sprache der Gemeinschaft und Wein zu einem Zeichen kultivierter Gastfreundschaft.

Denn manchmal beginnt Gemeinschaft mit einem guten Schlag. Manchmal mit einem Lied. Manchmal mit einem Glas Wein. Und manchmal mit einem Instrument in den Händen eines Kindes.

Musikschule Unterer Neckar auf dem Offenauer Kornlupferfest


Vom 18. bis 20. Juli laden die Offenauer Vereine wieder zum 48. Kornlupferfest an das Neckarufer ein. Drei Tage lang erwartet die Besucherinnen und Besucher eines der beliebtesten Feste der Region mit Livemusik auf mehreren Bühnen, kulinarischen Spezialitäten, Familienprogramm und zahlreichen Attraktionen am, auf und über dem Neckar. Zu den Höhepunkten zählen die 30. Kornlupfer-Rock-Nacht, das traditionelle Fischerstechen sowie das große Brillantfeuerwerk zum Festausklang.
Ein besonderes musikalisches Highlight gestaltet die Musikschule Unterer Neckar am Montag, 20. Juli, um 18.30 Uhr auf der Bühne an der Neckarterrasse. Die Rock- und Popformation „Young Wave“ präsentiert ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Rock- und Popsongs und zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Leidenschaft und Können die jungen Musikerinnen und Musiker auf der Bühne stehen.
Direkt im Anschluss übernimmt die Band POLAROID die große Musikbühne und sorgt mit ihrer Feuerwerksmusik für den musikalischen Countdown zum großen Brillantfeuerwerk gegen 22.30 Uhr – ein stimmungsvoller Abschluss des Kornlupferfestes direkt am Neckarufer.
Der Eintritt zum Kornlupferfest ist an allen drei Tagen frei. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf www.kornlupferfest.de
Begabtenförderung

Förderprogramm zur Unterstützung besonders begabter MusikschülerInnen.

Die Richtlinien für einen Antrag, die Aufnahmeprüfung sowie die Förderjahre finden Sie hier.
Nächstes Konzert

Sa 18.07.2026 - 21.00 Uhr
Erlenbach
Kayberg
Sommernachtskonzert
Sinfonieorchester der Musikschule Unterer Neckar, Solisten, Chor
 

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Zitat

Musik ist die Sprache der Welt und des Universums. Dort wo Worte nicht mehr reichen beginnt die Welt der Musik.
Geben Sie Ihren Kindern die Chance, diese Welt zu entdecken.
Marco Rogalski, Musikschulleiter
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